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| Roding, Deutschland

Mühlbauer mit verhaltenem Start ins neue Jahr

Auftragseingang und Umsatzerlöse sinken im ersten Quartal – höhere Herstellkosten belasten Ergebnis – Free Cashflow steigt massiv – Umsatzerwartung angepasst

Getrieben von der positiven Entwicklung des RFID-Marktes konnte der Technologiekonzern Mühlbauer in den ersten drei Monaten 2013 beim Geschäftsbereich Semiconductor Related Products enorme Zuwächse im Auftragseingang verzeichnen. Demgegenüber standen projektbedingt rückläufige Ordereingänge im Bereich Cards & TECURITY® sowie eine schwächere Nachfrage nach mechanischen Bauteilen aus dem Bereich Precision Parts & Systems, welche durch die gute Auftragslage im Geschäftsfeld Semiconductor Related Products nicht vollständig kompensiert werden konnten. Parallel zum Auftragseingang fiel auch der Umsatz vergleichsweise geringer aus, während das operative Ergebnis aufgrund der aus dem Umsatzrückgang resultierenden negativen Skaleneffekte überproportional zurückging. Aufgrund des durchwachsenen Starts in das Jahr 2013 sieht sich die Gesellschaft veranlasst, ihre Umsatzerwartung für das Gesamtjahr etwas nach unten zu korrigieren, wobei eine Ergebnissteigerung nach Ansicht der Unternehmensleitung weiterhin möglich ist.

Auftragseingang und Auftragsbestand 
Nach der projektbedingten Steigerung der Aufträge im ersten Quartal 2012 um 20,3% auf 58,0 Mio. EUR lag der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2013 mit 52,9 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR bzw. 8,7% unter dem Wert aus dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Die gute Auftragslage im Bereich Semiconductor Related Products konnte dabei die Rückgänge in den Bereichen Cards & TECURITY® sowie Precision Parts & Systems nicht vollständig kompensieren. Der konsolidierte Auftragsbestand notierte zum Ende des ersten Quartals 2013 bei 200,2 Mio. EUR und liegt damit aufgrund der kontinuierlichen Abarbeitung der Bestände um 9,1 Mio. EUR bzw. 4,3% unter dem vergleichbaren Wert aus dem Vorjahr.

Umsatzentwicklung 
Analog zum Auftragseingang entwickelten sich die auch die Umsätze des Konzerns im vergangenen Quartal. Während der Bereich Semiconductor Related Products starke Zuwächse zu verzeichnen hatte, entwickelten sich die Umsatzerlöse im Kerngeschäft Cards & TECURITY® aufgrund kundenseitiger Verzögerungen bei der Abarbeitung von Projekten sowie im Bereich Precision Parts & Systems rückläufig. Dies führte in Summe dazu, dass der konsolidierte Umsatz des Technologiekonzerns mit 45,3 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR bzw. 10,2% unter dem Wert aus dem vergleichbaren Vorjahresquartal (50,4 Mio. EUR) lag.

Ergebnisentwicklung 
Das vom Technologiekonzern Mühlbauer im Berichtsquartal erwirtschaftete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit 0,3 Mio. EUR deutlich niedriger aus als der Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 2,8 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBIT-Marge von  0,6% - nach 5,6% im vergleichbaren Vorjahresquartal. Ursächlich für den Ergebnisrückgang sind im Wesentlichen die aus dem Umsatzrückgang resultierenden negativen Skaleneffekte, welche zu einer um 3,8 Prozentpunkte höheren Herstellkostenquote führten. Nach Steuern hat die Gesellschaft im Berichtsquartal 0,6 Mio. EUR verdient – nach 1,1 Mio. EUR im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der auf jeden Anteilschein entfallende Gewinnanteil beträgt im Berichtszeitraum 0,03 EUR – nach 0,07 EUR im vergleichbaren Vorjahr.

Cashflow 
Aufgrund der gesunkenen Mittelabflüsse für Vorräte und der gestiegenen Mittelzuflüsse aus dem Abbau von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erhöhte sich der Free Cashflow um 18,1 Mio. EUR auf +5,8 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (-12,3 Mio. EUR).

Ausblick 
Der Technologiekonzern Mühlbauer geht weiterhin davon aus, dass der in erster Linie vom Regierungsgeschäft getriebene Geschäftsbereich Cards & TECURITY® vom starken Interesse, Menschen sowohl mehr Sicherheit als auch Mobilität zu bieten, mittel- und langfristig profitieren wird. Auch für den halbleiternahen Geschäftsbereich Semiconductor Related Products sieht das Unternehmen gute Chancen, die eingeschlagene positive Entwicklung weiter fortsetzen zu können.

 

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